Kunst in der Kirche
Kunst in der Kirche
2008
Im Rahmen des 50 jährigen Jubiläums der Kirche ist in der Johanneskirche in Hanau (Frankfurter Landstraße) in der Zeit vom 21. September bis 26. Oktober 2008 eine Installation mit 10 Stelen der Künstlerin Vera Röhm zu sehen.
Mit dieser Ausstellung setzt die Johanneskirchengemeinde ihr 1999 begonnenes Projekt „Kunst in der Kirche“ fort. Die Gemeinde öffnet nach zahlreichen Ausstellungen zeitgenössischer Kunst in den vergangenen Jahren nun der in Darmstadt und Paris lebenden Künstlerin Vera Röhm den Kirchenraum. In der Mitte der Kirche werden die „Ergänzungen“ ihren Platz haben – unübersehbar.
Die 3,70 m hohen Stelen laden zum Schauen, Fragen, Nachdenken ein.
Holz und Plexiglas gehen in den “Ergänzungen“ eine ungewöhnliche Verbindung ein. Dort, wo das Holz für die Stelen gebrochen wird und natürliches und fast unsichtbares Material in den Stelen aufeinander treffen, eröffnet sich für das Auge eine überraschende, golden schimmernde „Landschaft“.
Die Kunst Vera Röhms lässt viele Fragen zu, die auch in der Kirche ihren Platz haben.
Sichtbares und Unsichtbares: Wie entsteht die Verbindung?
Brüche und Abbrüche: Was eröffnen sie an Möglichkeiten?
Im Gottesdienst am 21. September 2008 um 10 Uhr wird die Ausstellung durch Pfarrerin Zahn eröffnet. Es wird Zeit sein, sein, sich die zahlreichen Bezüge zwischen Kunst und Religion zu vergegenwärtigen, Fragen zu stellen, und auch mit der Künstlerin ins Gespräch zu kommen.
Hoch aufgerichtet stehen die Stelen dann bis zum 26. Oktober in der Kirche,
bilden einen neuen und eigenen Zugang im Mittelgang der Kirche.
Mit „Kunst in der Kirche“ öffnet sich die Johanneskirchengemeinde für den Dialog. Sie lädt Kunstschaffende und Besuchende, Fragende und Neugierige zum Gespräch miteinander ein.
Geöffnet ist die Kirche Mittwochs und Donnerstags von 14-16 Uhr , Freitags und Sonntags von 9-12 Uhr sowie nach Absprache mit Pfarrerin Zahn (Telefon 85464).
Die Künstlerin Vera Röhm
Vera Röhm, 1943 in Landsberg/Lech geboren. Studium an der ECAL in Lausanne 1963-67.
1975 beginnt sie mit den Materialverbindungen. 1983 Bühnenbild für la nuit juste avant les forêts von Bernard-Marie Koltès in der Regie von Sigrid Herzog für das Theaterfestival München.
1989 Zusammenarbeit mit Gerhard Bohner für seine Choreographie Im (goldenen) Schnitt I,
(Durch den Raum, durch den Körper, erste Aufführung in der Akademie der Künste, Berlin.
1994 Ausführung des Kunst am Bau –Projektes Glaslabyrinths Du sollst – Du sollst nicht,
Innenhof Landgericht Göttingen. 1997 erhält sie den Wilhelm-Loth-Preis der Stadt Darmstadt.
2002 Ergänzungen im Rahmen des Festival d’Automne Paris, Espace Topographie de l’art, Paris.
2003 erhält sie den Johann-Heinrich-Merck-Preis der Stadt Darmstadt. Sie lebt in Darmstadt und Paris.
Vera Röhm hat innerhalb der letzten vier Jahrzehnte ein umfangreiches Werk geschaffen, das unterschiedlichste Medien und Gattungen umfasst – Skulptur, Fotografie, Zeichnung, Typografie und Installation, wobei sie nicht nur in der Tradition des Konstruktivismus zu sehen ist, sondern auch in gewisser Weise in Verbindung zur Konkreten Kunst steht.
Ihre Arbeiten sind in zahlreichen internationalen Sammlungen und Museen vertreten, unter anderem: Mondriaanhuis, Amersfoort (NL); Museu da Cidade, Lissabon (P); Kunsthalle Mannheim (D); Skulpturenmuseum Glaskasten, Marl (D); Sammlung Roche, Basel (CH); Abgeordnetenhaus und Treptowers, Allianz Versicherung, Berlin (D), Wilhelm-Hack-Museum, Ludwigshafen (D), Museum der Künstler, Peterskirche, Erfurt (D). Ausgeführte Projekte im öffentlichen Raum, wie Glaslabyrinth DU SOLLST-DU SOLLST NICHT, Gerichtsgebäude Göttingen (D); Schattenrelief 0-360°, Fraunhofer- Institut, Darmstadt (D); Schattenwanderung Erich-Kästner-Schule Darmstadt (D).
Ausstellungen unter www.veraroehm.com
Ergänzungen - Vera Röhm
21.09.08
Ausstellung
vom 21. September bis 26. Oktober
in der Johanneskirche in Hanau
Photo © Wolfgang Lukowski